
Die Aufbissschiene ist das am häufigsten eingesetzte Hilfsmittel in der CMD-Behandlung. Sie wird für jede Patientin und jeden Patienten einzeln angefertigt – nach dem individuellen Befund und der jeweiligen Symptomatik. Ziel ist es, das Kausystem zu entlasten und das Zusammenspiel von Zähnen, Kaumuskulatur und Kiefergelenken wieder in ein Gleichgewicht zu bringen.
Wann eine Aufbissschiene infrage kommt
Nicht jedes Kiefergelenk braucht eine Schiene. Ist das Gelenk gut kompensiert, genügen regelmäßige Kontrollen. Liegt die Ursache in einem kleinen Störkontakt, können gezielte Einschleifmaßnahmen am Gebiss ausreichen. In allen anderen Fällen schlagen wir in der Regel eine Schienentherapie vor – meist begleitet von manual- und craniosacraltherapeutischen und gegebenenfalls homöopathischen Behandlungen.
Ob eine Schiene sinnvoll ist, ergibt sich erst aus der CMD-Untersuchung. Erst danach lässt sich sagen, welche Bauart und welche Tragezeit im Einzelfall passen.
Anlässe, bei denen wir eine Schiene prüfen
- nächtliches Zähneknirschen und Pressen (Bruxismus)
- Kiefergelenkschmerzen, Knacken oder Reiben im Gelenk
- Verspannungen der Kaumuskulatur, Kopf- und Gesichtsschmerz
- eingeschränkte Mundöffnung oder Kiefersperre
- Abnutzungsspuren an Zähnen, Füllungen oder Kronen
- Beschwerden im Nacken- und Schulterbereich mit Bezug zum Kausystem
Wie eine Aufbissschiene entsteht
Am Anfang steht die Befundaufnahme mit Funktionsanalyse. Anschließend werden Abformungen oder ein digitaler Scan der Kiefer genommen und die Kieferrelation bestimmt. Im zahntechnischen Labor entsteht daraus die Schiene aus Kunststoff. Beim Eingliedern wird sie so eingeschliffen, dass sie sicher sitzt und die Kontakte gleichmäßig verteilt sind.
Danach folgen Kontrolltermine. Verändert sich die Muskulatur unter der Therapie, verändert sich auch der Biss – die Schiene wird dann nachjustiert. Diese Nachkontrollen gehören zur Behandlung dazu und sind kein Zeichen dafür, dass etwas nicht funktioniert.
Schiene bei Zähneknirschen
Viele Menschen knirschen oder pressen nachts, ohne es zu bemerken. Bemerkbar macht es sich oft erst über morgendliche Verspannungen, empfindliche Zähne oder Abnutzungsspuren. Eine Schiene kann in solchen Fällen die Zahnhartsubstanz schützen und die Muskulatur entlasten. Die Ursachen des Knirschens – etwa Stress oder Fehlbelastungen – werden dadurch nicht beseitigt; deshalb betrachten wir das Knirschen immer im Zusammenhang mit dem gesamten Befund.
Was zusätzlich zur Schiene sinnvoll sein kann
Die Schienentherapie wirkt am besten im Verbund. Im CMD-Fachzentrum Hoheluft arbeiten wir dafür in einem Netzwerk aus Zahnmedizin, Physiotherapie, Craniosacral-Therapie und klassischer Homöopathie zusammen – in permanentem Austausch aller Beteiligten. Welche Bausteine im Einzelfall kombiniert werden, steht auf der Seite Therapie.
Häufige Fragen
Wie lange muss eine Aufbissschiene getragen werden?
Das hängt vom Befund ab. Häufig wird die Schiene zunächst nachts getragen; in manchen Fällen ist zeitweise auch eine längere Tragezeit sinnvoll. Die Tragedauer wird individuell festgelegt und im Verlauf angepasst.
Ist die Schiene beim Tragen unangenehm?
Die ersten Nächte sind meist ungewohnt. In der Regel gewöhnt sich das Kausystem innerhalb weniger Tage daran. Drückt die Schiene, wird sie bei einem Kontrolltermin nachgearbeitet.
Wie wird die Schiene gepflegt?
Nach dem Tragen mit kaltem Wasser und einer Bürste reinigen und trocken in der Box aufbewahren. Kein heißes Wasser verwenden – der Kunststoff kann sich sonst verziehen.
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
Die Kostenübernahme richtet sich nach Befund, Schienenart und Versicherungsstatus. Wir besprechen das vor Behandlungsbeginn und erstellen dazu einen Heil- und Kostenplan.
Termin im CMD-Fachzentrum Hamburg Hoheluft
Sie vermuten, dass eine Schiene Ihnen helfen könnte? Vereinbaren Sie einen Termin zur Funktionsanalyse – hier finden Sie unsere Kontaktdaten.
